



OSTSTADT VIBES – das Line-up
LENER und Band (Indie-Pop) – 10.30–12.30 Uhr, Kreisverkehr Lumper Höhe
Die Drahtzieher feat. Tomer Cohen (Gypsy Swing) – 12–14 Uhr, Werkhalle
Daniel He (Singer-Songwriter) – 14–15 Uhr, St. Leonhardskapelle
Samstag, 9. Mai 2026
Östliche Vorstadt Ravensburg
Eintritt frei!
9. April 2026
Was passiert, wenn Stadtentwicklung und Popkultur aufeinandertreffen? Am 9. Mai 2026 könnt Ihr das in der Östlichen Vorstadt Ravensburgs erleben – live, kostenlos und mitten im Stadtraum. Der Tag der Städtebauförderung ist ein bundesweiter Aktionstag, der jedes Jahr im Mai stattfindet. Städte und Gemeinden öffnen dabei ihre Baustellen, Sanierungsgebiete und Planungsprojekte – und machen damit sichtbar, was die Städtebauförderung von Bund und Ländern tagtäglich bewegt. In Ravensburg geht es in diesem Jahr um das Sanierungsgebiet ‚Östliche Vorstadt‘ – ein Quartier im Wandel, das von der Lumper Höhe über das Mühlenviertel bis zur St. Leonhardskapelle reicht. Mit von der Partie ist außerdem das Kornhaus am Marienplatz, das in den nächsten Jahren saniert werden wird.
Vier Orte, ein Tag – Stadtentwicklung aus nächster Nähe
Am 9. Mai werden Führungen, Einblicke und Mitmachangebote das Sanierungsgebiet erlebbar machen. Orte, die sonst hinter Bauzäunen oder in Planungsprozessen verborgen bleiben, öffnen sich – neue Quartiere, transformierte Gebäude, zukünftige Stadträume. Wer sich fragt, wohin sich Ravensburg entwickelt und wie das konkret aussieht, bekommt an diesem Tag echte Antworten: nicht nur aus dem Flyer [Link zum Download], sondern direkt vor Ort.
Musik live entlang der Marschroute
Was diesen Tag in Ravensburg von anderen Veranstaltungen zur Städtebauförderung unterscheidet, ist das Rahmenprogramm – oder besser: das, was parallel dazu im Stadtraum passiert. Denn ergänzend zu den stadtplanerischen Angeboten startet am 9. Mai eine neue Pop-up-Reihe: Oststadt Vibes – Sounds der Stadt.
Die Idee dahinter ist so einfach wie überzeugend: Temporäre Bühnen an ungewöhnlichen Orten entlang der Marschroute – vom Kreisverkehr an der Lumper Höhe über die Werkhalle als integraler Bestandteil des Mühlenviertels bis hin zur St. Leonhardskapelle – und bringen Musik genau dorthin, wo Stadt entsteht und gelebt wird. Eine lebendige Mischung aus Indie, Gypsy Swing und Singer-Songwriter-Sounds, die sich über das Quartier verteilt. Dazu mehrere Streetpianos, die zum Spielen, Lauschen und Verweilen einladen – niedrigschwellig, spontan und für alle zugänglich. Kein klassisches Konzertformat, kein Festivalgelände, kein Ticketschalter. Stattdessen: Musikalische Begegnungen im Vorübergehen.
Bernhard Gögler – Der Mann hinter dem Konzept
Kuratiert wird ‚Sounds der Stadt‘ von unserem Werker-Kollegen Bernhard Gögler von der Zone für Gestaltung. Der Ravensburger Popup-Pionier hat das Format initiiert und gemeinsam mit der Stadt Ravensburg entwickelt. Er dockt dabei bewusst an den etablierten Rahmen des Tags der Städtebauförderung an. Das ist kein Zufall: Es geht ihm darum, Stadt nicht nur zu erklären, sondern sie gemeinsam erlebbar zu machen.
Bernhards Ansatz ist der eines Kurators im urbanen Raum: Er bringt Newcomer und lokale Acts zusammen, wählt Orte mit Bedacht – und lässt dann Dinge passieren, die sich nicht vollständig planen lassen. Spontane Konzertmomente. Begegnungen zwischen Menschen und Klängen. Ein offener Dialog zwischen gebauter Stadt und gelebter Kultur. Bernhard: „Mir geht es weniger um perfekte Auftrittsformate als um das bewusste Auftauchen von Musik im Stadtraum, überraschend, temporär und offen für alle.“
Oststadt Vibes ist ein Gemeinschaftsprojekt, getragen von kreativen Impulsen aus der Werkhalle und der Idee, Stadt gemeinsam zu gestalten. Dank der Projektförderung „Perspektive Pop 2.0“ des Landes Baden-Württemberg wird die Reihe im kommenden Jahr weitergeführt und ausgebaut. Was am 9. Mai beginnt, ist also kein Einmalformat – sondern der Auftakt zu etwas, das wächst. Der Eintritt ist frei, das Programm offen für alle. Wir sind dabei!
Über die Städtebauförderung
Die Städtebauförderung ist im Kern ein gemeinschaftliches Investitionsprogramm: Bund, Länder und Kommunen bündeln Mittel, um historische Bausubstanz zu erhalten, Quartiere aufzuwerten und öffentliche Räume lebenswerter zu machen. Ravensburg nutzt diesen Rahmen, um behutsam mit seiner Geschichte umzugehen – und gleichzeitig Zukunft zu gestalten. Gemeinsam mit engagierten privaten Bauherren entstehen so aus sanierungsbedürftigen Gebäuden neue Wohn- und Arbeitsräume.